Da wollen wir hin
Die AVG Köln hat eine neue E-Ladeinfrastruktur für batteriebetriebene Nutzfahrzeuge in Betrieb genommen. An diesen Ladesäulen beziehen derzeit die ersten drei firmeneigenen E-Lkw ihren Strom. Ihr Auftrag ist es, täglich die Rostasche aus der Restmüllverbrennungsanlage zur Rostascheaufbereitungsanlage zu transportieren. Eine Besonderheit des Projekts ist, dass die Ladeinfrastruktur mit Strom aus der Restmüllverbrennungsanlage betrieben wird.
Auf einem rund 3 000 Quadratmeter großen Areal in Köln-Niehl hat die AVG Köln neun Ladesäulen mit insgesamt zehn Ladepunkten errichtet:
- Sechs Ladepunkte mit 160 kW
- zwei weitere jeweils 240 kW
- zwei Hypercharger mit jeweils 400 kW.
- Ladezeit an den Hyperchargern: 30 bis 45 Minuten bis zu 80 Prozent geladen
Der Ladestrom wird über eine direkte Verbindung zum Kraftwerk der AVG Köln bereitgestellt und stammt aus der Restmüllverbrennungsanlage. Über Nacht dient das Gelände den Sattelzügen sowohl als Stellplatz als auch zum Laden.
Für den Transport der Rostaschen setzt die AVG Köln zunächst drei Mercedes-Benz eActros 400 ein. Die Fahrzeuge der zweiten Modellgeneration mit ProCabin verfügen über einen werkseitig integrierten mechanischen Nebenantrieb (mPTO), der den Einsatz als Kippsattelzug ermöglicht.
Jeder Lkw ist mit zwei Batteriepaketen zu jeweils 207 kWh ausgestattet. Daraus ergibt sich eine installierte Gesamtkapazität von 414 kWh. Die Batterien basieren auf Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP).
